Die in Seligenstadt am Main (Hessen) geborene Sopranistin Anja Stegmann legte ihre musikalischen Grundlagen bereits in ihrer Schulzeit am Einhard Gymnasium Seligenstadt. Schon damals war sie innerhalb und außerhalb der Schule sowohl in Chören, Ensembles und als Solistin tätig.

Parallel dazu erhielt sie von 1997 bis 2010 Unterricht in Sopranblockflöte und von 2002 bis 2010 Unterricht in Tenorblockflöte. Ebenfalls erlernte sie von 2003 bis 2009 Violine und spielte im Kammerorchester der Stadt Seligenstadt. Von 2010 bis 2015 erhielt sie zudem Klavierunterricht.

 

Ab 2009 erhielt sie Unterricht im Fach Gesang. Zur Vertiefung und zum Ausbau der musikalischen und theoretischen Grundlagen besuchte sie von April 2011 bis Juni 2013 das Pre-College des Dr. Hochs Konservatoriums Frankfurt / Main und erhielt dort Gesangsunterricht bei Edmund Brownless und Yoo-Chang Nah.

 

Ab Oktober 2013 war sie Bachelor-Studentin an der Hochschule für Musik Würzburg mit künstlerischem Schwerpunkt bei Professor Daniela Sindram. Im Juli 2017 schloss sie ihr Bachelorstudium mit Bestnote mit ihrem Abschlussprojekts ( Opernrolle „ Rosina“ in „La vera costanza“ ( J. Haydn ), sowie Konzertteil ) ab und setzte ihr Studium bei Professor Daniela Sindram als Masterstudentin mit Schwerpunkt Operngesang fort.

 

Noch während ihres Studiums erhielt sie 2017 das Stipendium des Richard Wagner Verbandes Würzburg.

 

Sie belegte Meisterkurse bei Kleese Kelly-Moog, Endrik Wottrich, Camila Nylund, Geert Smith, Dame Emma Kirkby, Arthur Janzen, Cheryl Studer, Caroline Stein und Robert Gambill.

 

Bereits seit dem ersten Semester wirkte die Sopranistin in den Opernproduktionen der Hochschule mit. Mit der Solopartie der „Grille“ in L. Janaceks „Das schlaue Füchslein“, sowie als Ensemblemitglied als „Waldtier“, betrat sie im Februar 2014 erstmals die Opernbühne. Noch im selben Jahr war sie in der Produktion „Hippolyte et Aricie“ von J.-P. Rameau als „Première Prêtresse“ und solistisches Chormitglied zu sehen.

2015/16 konnte sie in der Produktion „Othello“ am Mainfrankentheater Würzburg ihre ersten Erfahrungen auf der Opernbühne außerhalb der Hochschule sammeln.

Im Februar 2016 folgte, im Rahmen der Opernschule der Hochschule für Musik Würzburg,                    G. Puccinis Oper „Gianni Schicchi“, wo sie die Rolle der „Ciesca“ sang, sowie im Juli 2016                              C. Monterverdis „Il ritorno d´Ulisse in Partia“ wo sie die Göttin „Minerva“ gab.

Mit dieser Rolle half sie nur wenig später an der Münchner Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater als Einspringer aus.

Ihre erste Operettenpartie folgte im Februar 2017 in J. Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ in der Rolle der „Venus“. Hierbei konnte sie sich zudem die gesamte Chorpartie aneignen. Im Juli 2017 debütierte Anja Stegmann in ihrer ersten Hauptrolle, der „Rosina“ in J. Haydns „La vera costanza“. Bereits ein halbes Jahr später, im Februar 2018, folgte die nächste Titelpartie, die "Susanna" in "Susannas Geheimnis" von E. Wolf-Ferrari. Im Februar 2019 verkörperte sie "Julia" in E. Künnekes Operette "Der Vetter aus Dingsda". Mit dieser Partie legte sie den szenischen Teil ihrer Masterprüfung ab, ebenfalls mit Bestnote.

 

Ihre Konzerttätigkeiten führten sie bereits an viele verschiedene Orte, wie zum Beispiel die Neubaukirche Würzburg, die Alte Nicolaikirche Frankfurt am Main und die Basilika Vierzehnheiligen.

Mit ihrer Pianistin Esthea Kruger bildet sie seit mehreren Jahren ein Liedduo. Im April 2018 gaben sie ihr Debut am Gasteig im Rahmen der "Langen Nacht der Musik München".